Werbung fürs Dampfen: Was das Gesetz in Europa und der Schweiz erlaubt (oder verbietet)

group of people walking near high-rise buildingsVape-Werbung: ein zunehmend starrer Rahmen

Auf die zunehmende Verbreitung des Dampfens unter jungen Menschen reagierten die europäischen Gesetzgeber mit starken Beschränkungen oder sogar einem völligen Verbot der Werbung.

In Europa (TPD-Richtlinie 2014/40/EU):

Werbung für E-Zigarettenprodukte ist verboten:

  • im Fernsehen, im Radio, in der Printpresse

  • bei Streaming- oder Video-on-Demand-Diensten

  • in sozialen Netzwerken

  • an öffentlichen Orten

Nur Werbung auf der physische Verkaufsstellen wird in einigen Ländern toleriert, sofern es sich nicht an Minderjährige richtet.

Offizielle Quelle: TPD-Richtlinie – EUR-Lex

🇨🇭 Und die Schweiz in all dem?

Bis 2023 gab es in der Schweiz keine bundesstaatlichen Regelungen zur Vaping-Werbung. Dies wurde nun mit dem Inkrafttreten des Tabakproduktgesetz (LPTab) und sein Vollstreckungsbescheid (OPTab).

Folgendes hat sie vor:

Erlaubt :

  • Werbung in Verkaufsstellen

  • Werbung per E-Mail oder Post an Erwachsene (mit vorheriger Einwilligung)

Verboten :

  • Werbung in sozialen Medien, Google Ads, TikTok usw.

  • Event-Sponsoring

  • Verteilung von Gratisproben an Minderjährige

  • Jede Form von Werbung, die sich an junge Menschen richtet

Referenz : Tabakerzeugnisverordnung (OPTab)

Schnellvergleich

LandWerbung erlaubt?Hinweise
FrankreichNEINSehr restriktiv seit 2016
DeutschlandJa, teilweise.Außenaufführungen weiterhin erlaubt
SchweizerJa, am Point of Sale, DirektwerbungKeine Online-Werbung seit 2024 erlaubt
Vereinigtes KönigreichSehr beaufsichtigtEinige Toleranzen, aber Rahmen nahe an TPD

Auswirkungen auf das Marketing

Diese Einschränkungen zwingen Hersteller und Wiederverkäufer dazu, sich an folgende Anbieter zu wenden:

  • DER Content-Marketing (Blog, SEO)

  • DER Newsletter

  • DER Treueprogramme

  • DER lokales SEO

Schüttgut

Während Europa die Werbevorschriften schrittweise harmonisiert, setzt die Schweiz auf ein Hybridmodell, das nach wie vor recht streng ist. Vape-Marken müssen sich an diesen Rechtsrahmen anpassen, indem sie „indirekte“, aber dennoch konforme Kanäle bevorzugen.

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